„Jesus will unsere Liebe, ich kann mir kaum einen größeren Gegensatz denken als den zwischen rechtsextremen menschenverachtenden Ideologien und der Idee der Liebe, die Christus in uns pflanzt. Liebt Eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die Euch beleidigen. Dieses Wort Jesu ist so umstürzend, weil aus ihm deutlich wird: Jesus will unsere Liebe zu Opfern von Gewalt und sogar zu den Tätern. Er hasst die Tat und liebt doch den Täter, den er nicht aufgibt, sondern zur Umkehr ruft.“ Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, Bayreuth

(ELKB – Handlungskonzept: Ja zu Gottes gelebter Menschenfreundlichkeit. Nein zum Rechtsextremismus. O.J. 16)

Was kannst Du tun?

Du erhältst Post oder kannst auf menschenverachtende Parolen nicht entsprechend reagieren?

  1. Handle nicht allein – gemeinsam sind wir stark.
  2. Informiere uns: juergen.kricke@plurability.de (Aktionskoordinator www.plurability.de) – 09232 993914 (mit Weiterleitung zum Mobilfunk) – Wir behandeln jeden Hinweis vertraulich!
  3. Fordere Beratung, Gruppeneinheiten oder Praxistrainings an, die für Dich und Deine Orstgruppe, Kreis- und Bezirksverband kostenlos sind.

 

So machst Du eine Siutationsanalyse

u.a. um den automatisierten Bewertungsprozesses zu stoppen um hin zu einer zielgerichteten bewussten Handlung zu kommen.

„Mein Tipp: versucht kurz aus der Situation heraus zu gehen um „Durchzuatmen“. Wenn das physisch nicht geht, dann innerlich und zählt mindestens bis 5.“, Jürgen Kricke

WAS

WAS wurde gesagt?

  • Meine Einordnung des Gesagten – Was macht die Aussage mit mir (emotional)?
  • (Eigene, Fremde) Ängste Ernst nehmen – aber nicht überbewerten
  • Menschen und Äußerung unterscheiden 
  • Die Aussage ist möglicherweise „menschenverachtend“. Denke jedoch immer daran, dass diese auch ein Mensch getätigt hat. Deshalb: hart in der Sache diskutieren, möglicherweise auch klare Grenzen setzen; aber fair und „sanft“ zum menschlichen Gegenüber – selbst bei Social Media.

WER

WER hat es gesagt?

  • Es macht oftmals einen Unterschied, wer die Stammtischparole getätigt hat:
  • (Mein) Freund, Familie / Arbeitskollege-Chef (Hierarchie) / Unbekannter – wohl möglich „Fake-Troll-Bot“

WO / WIE

WO / WIE wurde es gesagt?

  • Beachte den Kontext und damit die Art und Weise, wie etwas wo gesagt wurde
  • Aggressiv, Übertrieben, … / Arbeitsbezug, Party, Schule, Jugendgruppe, …

WARUM

WARUM könnte es gesagt worden sein?

  • Versuche aufgrund obiger W-Fragen ebenso mitzuklären, „Warum“ diese Aussage getätigt wurde.
  • Provokation; Unwissenheit und Spaß; „Überzeugungstäter“

Meine Handlungsoption

Selbstreflexion mit Handlungsoption (Eigene Zielsetzung)

  • Mache Dir Deine eigene Zielsetzung bewusst und wähle dazu gezielt Gegenstrategien aus:
  • Will ich meine Ruhe?
  • Will ich den Gesprächsabbruch?
  • Will ich eine Konfliktlösung anstreben?
  • Will ich von meiner Meinung überzeugen?
  • Gegenstrategien nach Klaus Peter Hufer findest Du hier.

Weitere Infos findest Du hier

auf der von uns mitgestalteten Webseite der Evanglisch-Lutherischen Kirche in Bayern „Kirche und Rechtsextremismus„.